Naturheilpraktiker/in

  • Naturheilpraktiker mit Diplom des Bildungsträgers, Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom
    Naturheilpraktiker mit Diplom des Bildungsträgers, Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom
Naturheilpraktiker erfreuen sich hoher Wertschätzung in der Bevölkerung. Die Menschen vertrauen ihrer Heilkunst. Sie nutzen die Kräfte der Natur mit natürlichen, nebenwirkungsfreien, ganzheitlichen Methoden und Heilmitteln, beugen Krankheiten durch gesunde Ernährung, Bewegung und Stressabbau vor. Sie setzen auf die aktive Mitwirkung des Patienten im Heilungsprozess, aktivieren die Selbstheilungskräfte von Körper, Geist und Seele. Arzt und Naturheilpraktiker verfolgen die gleiche Aufgabenstellung, allerdings mit unterschiedlichen Denkansätzen und Methoden, immer öfter auch in kollegialem Zusammenwirken. Die sanfte Heilkunst der Komplementärmedizin erfordert dabei in geringerem Umfang technisch-wissenschaftliche Kenntnisse, die mit hohem Studienaufwand erworben wurden. Sie wirken vielmehr über die in der Person des Therapeuten begründete Affinität zum leidenden Mitmenschen und die persönliche Begabung und Berufung zum Heilen und Helfen. Der Zugang zum Beruf des Naturheilpraktikers ist aus gutem Grund leichter und offener als der zum Arztberuf. Menschen aller Altersstufen und unterschiedlicher beruflicher Erfahrung finden – nicht selten über eigene Lebens- und Leidenserfahrung - zu ihrer Berufung und neuem Lebensinhalt als Naturheilpraktiker. In diesem vielschichtigen, sozial durchlässigen Milieu, unbeeindruckt von fixierten medizinischen Schulmeinungen und Glaubenssätzen, verbinden sich überlieferte Methoden der Volksmedizin, neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, Denkansätze unterschiedlichster Kulturkreise und Nationen, mit ganz individuellen persönlichen Erfahrungen zu der kreativen und fruchtbaren Synthese, die immer wieder aufs Neue erstaunliche und unerwartete Heilerfolge generiert.

Naturheilpraktiker in der Schweiz

Die Schweizer Verfassung garantiert dem Bürger, selbst zu bestimmen, wie er leben und im Krankheitsfall betreut werden möchte. So kennt die Schweiz seit alter Zeit neben dem Arzt auch den Naturheilpraktiker (früher auch Naturarzt), der in den meisten Kantonen mit verhältnismäßig geringen Auflagen seine Dienste anbieten kann. Per Volksabstimmung wurde jüngst der medizinische Versorgungsanspruch der Schweizerbürger bei den gesetzlichen Krankenversicherern auf komplementärmedizinische Therapien ausgedehnt.

Die Option, eine höhere Fachprüfung (HFP) zum Naturheilpraktiker mit eidgenössischem Diplom abzulegen, mit geregeltem Studienablauf und genau vorgegebenen Ausbildungsinhalten, soll das fachliche Niveau des Berufsstands sicherstellen. Dies soll das Sozialprestige des Berufsstands insgesamt fördern, birgt aber auch die Gefahr einer naturheilkundlichen Zweiklassengesellschaft und auch der akademischen Sklerotisierung der traditionell so dynamischen und kreativen Naturheilkunde in der Schweiz. Paracelsus, Pionier der Naturheilpraktiker-Ausbildung in der Schweiz, bietet einen Studiengang in zwei Stufen an, die zum Naturheilpraktiker mit Diplom des Ausbildungsinstituts und auf Wunsch weiter bis zum Eidgenössischen Diplom führt. Paracelsus engagiert sich für den bewußt offenen Zugang zum Beruf des Naturheilpraktikers und für den Erhalt der interdisziplinären Therapiefreiheit des Komplementärmediziners.

Naturheilpraktiker (Diplom des Bildungsträgers)

30-monatige, berufsbegleitende Ausbildung mit 1860 (1660) Unterrichtsstunden, davon 768 basismedizinische Grundausbildung und 1000 (800) UStd. naturheilkundlich-therapeutischer Ausbildung in Theorie und Praxis, zur Zeit in zwei Fachrichtungen, die wahlweise Voraussetzung für das eidg. Diplom sind: Die Therapieverfahren der Traditionellen Europäischen Naturheilkunde (TEN) bzw. die Homöopathie (HOM). In Vorbereitung ist die Fachrichtung TCM. Wer das Eidgenössische Diplom nicht anstrebt, kann seine eigene Entscheidung in Bezug auf sein therapeutisches Angebot treffen und entsprechende Seminar- und Workshopangebote aus dem breiten Angebot der Paracelsus Schule belegen. Der Studiengang der Fachrichtung TEN umfasst die Voraussetzungen für die EMR-Methodenzertifikate 131 (Praktiken NHP), 145 (Phytotherapie), 218 (Diätetik), 219 (Ausleitende Verfahren), 220 (Hydrotherapie). Der Studiengang der Fachausrichtung HOM umfasst die Methodengruppe 91. Die Ausbildung ist gleichzeitig geeignet zur Vorbereitung auf die Heilpraktiker-Zulassung für die Bundesrepublik Deutschland.


Modul 1: Medizinische Grundausbildung
700 Stunden • Dauer: 30 Monate durchgeführt wahlweise in 175 Abendunterrichten, Di.+Do., 18-22 Uhr; an 40 Wochenenden, Sa.+So., 9-18 Uhr oder in 88 Tagesunterrichten, Mi., 9-18 Uhr

Modul 2a: Fachrichtung Traditionelle Europäische Naturheilkunde (TEN)
1000 Stunden • Dauer: 30 Monate durchgeführt an 63 Wochenenden, Sa.+So., 9-17:30 Uhr oder in 25 Intensivwochen, Mo.-Fr., 9-17:30 Uhr

Modul 2b: Fachrichtung Homöopathie (HOM)
800 Stunden • Dauer 30 Monate durchgeführt an 51 Wochenenden Sa.+So., 9-17:30 Uhr oder in 20 Intensivwochen, Mo.-Fr., 9-17:30 Uhr

Modul 3: Gesundheit und Ethik
28 Stunden 4 Wochenenden, jew. So., 9-17:30 Uhr

Modul 4: Arbeit als Therapeut
104 Stunden 13 Wochenenden, jew. So., 9-17:30 Uhr

Modul 5: Betrieb führen und managen
28 Stunden an 4 Wochenenden, jew. So., 9-17:30 Uhr


Studiengebühren

Komplettbelegung Modul 1-5
TEN: En bloc Zahlung: CHF 34.320,- Monatl. Zahlung: 30x CHF 1.229,80 (=36.894,-)
HOM: En bloc Zahlung: CHF 30.614,- Monatl. Zahlung: 30x CHF 1.097,- (=32.910,-)
Die Module können auch einzeln belegt werden. Gesamtbelegung aller Module reduziert die Gebühr. Info über das Schulsekretariat.


Anerkennung fremder Lernleistungen (AFL)
Studierende mit bereits abgeschlossener therapeutischer oder/und medizinischer Ausbildung können vor Beginn der Ausbildung die Anerkennung fremder Lernleistungen (AFL) beantragen. Eine genaue Prüfung der vermittelten Kenntnisse und Fähigkeiten ist dazu notwendig. Den schriftlichen Nachweis über äquivalente Lernleistungen muss der Antragssteller mit detaillierten Unterlagen (Diplome, Ausbildungsnachweise, Lehrpläne, Stoffkatalogen, etc.) erbringen.
Geprüft werden die vorgelegten Dokumente nach folgenden Kriterien:

  • Vollständigkeit
  • Authentizität
  • Aktualität / Kompetenzen
  • Eignung / Qualifikation / Prüfung
  • Qualität des Anbieters

Ihre Studienleiterin erteilt Ihnen weitere Infos gerne auf Anfrage.

Die Abklärung der AFL ist kostenpflichtig (CHF 80.- / Stunde, mindestens CHF 50.-). Wird ein Lehrgang oder werden Ausbildungsteile gebucht im Umfang von mindestens CHF 3000.-, entfällt die Gebühr. Bei Nichtanerkennung von Lernleistungen besteht kein Rekursrecht.

Höhere Fachprüfung z. Naturheilpraktiker mit eidg. Diplom

6-monatiges, berufsbegleitendes Upgrade-Modul (Modul 6) zur gezielten Vorbereitung auf die Höhere Fachprüfung gemäss OdA AM.


Modul 6: Praktische Ausbildung
Dauer 6 Monate, umfasst 36 bis 54 Unterrichtstage deren konkrete Terminierung entsprechend Praxisdynamik, Therapieprofil und Verfügbarkeit der Praktikantenplätze in Abstimmung mit dem Praktikanten erfolgt.


Studiengebühren

Komplettbelegung Module 1-6
TEN: En bloc Zahlung: CHF 38.216,- Monatl. Zahlung: 36x CHF 1.157,- (=41.652,-)
HOM: En bloc Zahlung: CHF 34.510,- Monatl. Zahlung: 36x CHF 1.032,- (=37.152,-)
Die Module können auch einzeln belegt werden. Gesamtbelegung aller Module reduziert die Gebühr. Info über das Schulsekretariat.


Für eine Zulassung zur Höheren Fachprüfung benötigen Sie die Abschlüsse folgender Module:

M1 Medizinische Grundausbildung
M2 Fachrichtung (TCM oder TEN)
M3 Gesundheit und Ethik
M4 Arbeit als Therapeut
M5 Betrieb führen und managen
M6 Praktische Ausbildung
M7 Berufspraxis unter Mentorat

und müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • Nachweis Abschluss der Sekundarstufe II (Eidg. Berufsattest, Eidg. Fähigkeitszeugnis, Maturität)   oder eines gleichwertigen Abschlusses.
  • Nachweis von mindestens 2 Jahren Berufspraxis in der entsprechenden Fachrichtung.
  • Nachweis der erforderlichen Modulabschlüsse bzw. Gleichwertigkeitsbestätigungen.
  • Mindestalter von 25 Jahren.
  • Abgabe der Fallstudie in korrekter Form.
  • Auszug Zentralstrafregister, ohne Eintrag, welcher mit dem Prüfungszweck unvereinbar ist.

Beratung & Anmeldung

Wählen Sie Ihre Paracelsus Schule und nehmen Sie Kontakt mit der Studienleitung auf. Besprechen Sie Ihre Wünsche telefonisch, stellen Sie Ihre Fragen per E-Mail oder vereinbaren Sie einen Beratungstermin in der Schule, natürlich kostenlos und unverbindlich. Wir freuen uns auf Sie.

Menü